Benzindirekteinspritzung

Bei der Direkteinspritzung wird der Kraftstoff bei Diesel- und Ottomotoren direkt in den Brennraum eingespritzt. Ursprünglich in Dieselmotoren eingesetzt gibt es die Direkteinspritzung heute auch für Benzinmotoren.

Bei der Benzindirekteinspritzung wird das zündfähige Luft-Kraftstoff-Gemisch statt im Vergaser oder einer Vorkammer direkt im Brennraum gebildet. Das Benzin kann so viel gezielter und besser dosiert injiziert werden. Im Moment der Zündung muss die Gemischbildung bei Ottomotoren abgeschlossen sein. Nur so kann eine optimale Verbrennung gewährleistet werden. Im Gegensatz zum Dieselmotor ist der Einspritzdruck bei der Direkteinspritzung bei Ottomotoren deutlich geringer.

Durch die Benzindirekteinspritzung ergibt sich bei gleichem Hubraum ein höheres Drehmoment und damit auch eine höhere Leistung. Für jeden einzelnen Verbrennungstakt werden Luft und Kraftstoff exakt dosiert, aufbereitet und verteilt. Das führt zu einem sparsamen Verbrauch und dementsprechend geringen Emissionen.

Mit der Benzindirekteinspritzung wurde schon relativ früh experimentiert, zunächst in Zweitaktmotoren. In den 50er Jahren schließlich gab es den ersten Viertaktmotor mit Direktspritzung. Danach war es lange Zeit ruhig, da Probleme wie die Haltbarkeit des Motors oder die hohen Anforderungen an die Werkstoffe den Durchbruch verhinderten. Erst 1997 wurde das Prinzip der Direkteinspritzung bei Ottomotoren wieder aufgenommen nachdem Forderungen nach sparsamen und gleichzeitig leistungsfähigen Benzinmotoren laut wurden.