In Gefahrensituationen zählt beim Bremsen jeder Zentimeter. Autofahrer reagieren in Notfallsituationen zwar meistens schnell, üben aber nicht genügend Kraft auf das Bremspedal aus, um die volle Bremskraft zu nutzen. Der Bremsweg verlängert sich so unnötig. Hier greift der Bremsassistent ein, den die meisten Autos mit ABS auch eingebaut haben. Der Bremsassistent (BAS) sorgt dafür, dass ein Kraftfahrzeug bei einem Bremsmanöver in einer Gefahrensituation schneller zum Stehen kommt.
Aufgrund der Geschwindigkeit, mit der die Bremse getreten wird, der Zeit, die zwischen Gas geben und Bremsen liegt und der Geschwindigkeit, mit der das Gaspedal losgelassen wird erkennt der BAS die Gefahrensituation und erhöht automatisch den Bremsdruck. Geht der Fahrer von der Bremse, verringert das System automatisch auch den Bremsdruck.
Der BAS gehört zu einer ganzen Reihe an Fahrsicherheitssystemen, die in modernen PKWs eingebaut sind und die Sicherheit beim Autofahren deutlich erhöhen. Er ergänzt herkömmliche Fahrsicherheitssysteme wie beispielsweise ABS oder ESP. Eine Weiterentwicklung des Bremsassistenten ist der Bremsassistent PLUS der durch optische und akustische Warnsignale des Fahrer vor einem drohenden Auffahrunfall warnt.
Ab 24. Februar 2011 müssen laut einer EU-Richtlinie zum Fußgängerschutz alle Neuwagen serienmäßig mit einem Bremsassistenten versehen sein.

