Keilriemen

Keilriemen sind die Treibriemen von den Riementrieben, welche einen trapezförmigen Querschnitt haben und aus Gummi mit Textil- oder Stahlseileinlage bestehen. Endlos werden diese Riemen gefertigt und können viel größere Drehmomente übertragen als die so genannten Flachriemen. Die Kräfte auf die Lager sind durch die höhere Reibung wesentlich geringer. Der Wirkungsgrad ist im Gegensatz zum Flachriemen allerdings ebenfalls etwas geringer. Es können ebenso mehrere Keilriemen nebeneinander angeordnet werden.

In der Praxis werden überwiegend vier verschiedene Keilriemenarten verwendet:
Der Klassische, welcher mit einer Gewebelage ummantelt ist, verfügt über sehr hohe Betriebssicherheit. Der Schmalkeilriemen ist ebenfalls ummantelt, doch mit einer verbesserten Leistungsübertragung. Der Flankenoffene Riemen hat viele Vorteile im Verschleißverhalten, der Laufgenauigkeit sowie dem Reibschluss. Der Formgezahnte Riemen hat dieselben Eigenschaften wie der flankenoffene Riemen, doch zusätzlich mit einer formgezahnter Innenseite. Bei neuen Antrieben wird dieser Typ oft bevorzugt, bedingt durch die längeren Laufzeiten, den geringeren Energieverbrauch sowie die höhere Leistungsübertragung des Riemens.

Der Keilriemen ist der bekannteste Antriebsriemen-Vertreter. Er wird in Kraftfahrzeugen verwendet, um Lichtmaschine, oft auch den Ventilator sowie die Wasser- oder Hydraulikpumpe anzutreiben. Im Haushalt wird er ebenso in Waschmaschinen zur Trommel-Drehung verwendet.