Als Kurvenlicht werden Scheinwerfer des Fahrzeugs bezeichnet, welche bei der Kurvenfahrt die Leuchtrichtung in die Kurvenrichtung verändern. Durch die Ausleuchtung (besseres Sichtfeld) soll die Fahrsicherheit im Dunkeln erhöht werden.
Bei den Ausführungen wird zwischen dem statischen sowie dem dynamischen Kurvenlicht unterschieden. Eine Kombination der beiden Ausführungen ist ebenso zulässig.
Das statische Kurven-, auch Abbiegelicht genannt wird, wird durch das Zuschalten einer Lichtfunktion (separat) realisiert. Der feststehende Reflektor leuchtet den Bereich vor dem Fahrzeug aus. Der Lichtschwerpunkt liegt dabei meist 60–80 Grad vor dem PKW. Das Abbiegen mit kleineren Kurvenradien wie das Einbiegen in die Einfahrt wird dadurch erleichtert.
Das dynamische Kurvenlicht dagegen wird durch das horizontale Schwenken (maximal 15 Grad in die Richtungen) des gesamten Abblendlichtes um den Bereich realisiert. Dieser Bereich ist eher für Kurven geeignet, welche mit Geschwindigkeiten ab 30 km/h durchfahren werden.
Für beide Kurvenlichter bilden Geschwindigkeit, Lenkwinkel sowie Gierrate die Grundeingangsgrößen. Das Steuergerät gibt die nötigen Signale weiter an die Aktoren. Beim statischen Licht wird noch der Fahrtrichtungsschalter als Eingangsgröße verwendet. Eine Halogen-Glühlampe dient zusätzlich als Aktuator. Beim dynamischen Licht sind die Aktoren die so genannten Schrittmotoren. Diese schwenken das Abblendlicht in die jeweilige Richtung (horizontal).

