Bevor neu entwickelte Pkw in Europa eine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr bekommen, müssen sie einen NCAP-Test erfolgreich überstehen. Die Abkürzung steht für New Car Assessment Programme - Europäisches Neuwagen-Bewertungs-Programme. In diesen Tests werden das Verhalten des Fahrzeuges nach einem schweren Verkehrsunfall und die Auswirkungen auf die Insassen bewertet und mit der Vergabe von bis zu fünf Sternen für den Verbraucher transparent gemacht.
An jedem neuen Pkw wird zunächst ein Frontalaufprall zwischen zwei Fahrzeugen mit 64 km/h simuliert. Der Seitenaufprallschutz des Autos wird durch einen seitlichen Zusammenstoß mit 50 km/h in Höhe der Fahrertür gemessen. Ein Pfahltest untersucht schließlich den seitlichen Zusammenprall des Pkw mit einem Baum. Sogenannte Crashtest-Dummys ermitteln über Drucksensoren die Kräfte, die bei diesen Zusammenstößen auf den menschlichen Körper wirken. Daraus folgt dann die Schlussfolgerung auf den Grad der Schwere der zu erwartenden Verletzungen. Zusätzlich wird bei jedem NCAP-Test die Sicherheit von auf dem Rücksitz mitfahrenden Kindern gemessen. Zum Programm gehört ebenso die Ermittlung des Verletzungsrisikos eines Fußgängers nach einer Frontalkollision mit dem Pkw.
Viele Pkw erreichen heute das Maximum von fünf Sternen beim NCAP-Test. Das wiegt einige Kraftfahrer in ein falsches Gefühl der absoluten Sicherheit. Trotzdem kann dieser Test dem Verbraucher bei der Wahl seines Fahrzeuges eine wertvolle Entscheidungshilfe sein.

