Die Aufgabe des Ölfilters besteht darin, Verunreinigungen, Metallabrieb und sonstigen Schmutz aus dem Ölkreislauf herauszufiltern. Ölfilter gibt es in zwei verschiedenen Varianten, Haupt- und Nebenstromfilter.
Hauptstromfilter filtern die gesamte Ölmenge des Kreislaufes und verhindert somit, dass kein ungefiltertes Öl zu den Schmierstellen gelangt. Hierbei wird ein schneller Öldurchsatz benötigt, wodurch die Filterwirkung geringer ist. Kleinere Verunreinigungen werden dadurch nicht herausgefiltert. Weiterhin hat der Hauptstromfilter die Aufgabe, Kondenswasser aus dem Ölkreislauf zu filtern. In diesem System ist in den Ölfiltern ein Umgehungsventil (Bypassventil) eingebaut. Dieses verhindert, dass bei verstopftem Filter kein Öl mehr zu den Schmierstellen gelangt und der Filter platzt.
Nebenstromfilter filtern im Verlauf einer Stunde die gesamte Ölmenge nur 5- bis 6 Mal. Die Filterwirkung in diesem System ist sehr gut. Würde das Schmiersystem ausschließlich auf Nebenstromfilter basieren, würde die Hauptmenge des Öls ungefiltert zu den Schmierstellen gelangen. Den besten Wirkungsgrad wird durch eine Kombination beider Filter erreicht. Doch aus Kostengründen wird überwiegend der Hauptstromfilter eingesetzt.
Die meisten Ölfilter bestehen aus einem Gehäuse, das aus Metall tiefgezogen wird, und dem eigentlichen Filterelement im Inneren, welches aus einem Vliesstoff oder Gewebe besteht.
Der Wechsel der Ölfilter erfolgt je nach Herstellerangaben, größtenteils aber jedes Jahr oder bei Vielfahrern alle 10.000 bis 30.000 Kilometern.

