Anhand der Reifenkennzeichnung, welche seitlich am Reifen oberhalb der Felge zu finden ist, kann man die Konstruktionsweise, die Größe der Reifen, die zugelassene Höchstgeschwindigkeit, die maximale Tragfähigkeit sowie ferner das Herstellungsdatum der Reifen ablesen.
Im alten Fahrzeugschein (vor Oktober 2005) waren die entsprechenden Daten unter den Ziffern 20-23 zu finden, seit Oktober 2005 jedoch wurden die Angaben im Fahrzeugschein bezüglich der Kennzeichnung von Reifen stark reduziert. Grundlegend sind die Angaben laut Fahrzeugschein aber für die sichere Bereifung eines PKW bindend.
Folgende Daten können der Reifenkennzeichnung (Beispiel: 205/55 R 16 91 W) entnommen werden:
- Reifenbreite (205 mm)
- Verhältnis Flankenhöhe/Reifenbreite in Prozent (gemeint ist nicht die Laufflächenbreite) (hier 55 %)
- Konstruktionsweise der Karkasse (Diagonal- bzw. Radialreifen)/ R für radial
- Durchmesser der Felge (Zoll) / 16 Zoll Felgendurchmesser
- Tragfähigkeitskennzahl / 91 (Load Index)
- Index für die höchste zugelassene Geschwindigkeit (W = bis zu 270 Km/h)
- Herstellungsdatum (befindet sich meistens links unterhalb der Reifenkennung)
Bezüglich der Geschwindigkeitsklassen gibt es genau festgelegte Referenzwerte, welche mit unterschiedlichen Buchstaben dargestellt werden, z.B. L = bis zu 120 km/h, T = bis zu 190 km/h etc.
Zur Reifenkennzeichnung gehört ferner die Witterungskennzeichnung. Bei Winter- und Allwetterreifen findet man seitlich am Reifen ebenfalls die Abkürzung M&S vor. Diese besagt, dass die Reifen auch für schwierige Witterungsverhältnisse geeignet und somit zugelassen sind.

