Da Ersatzräder immer seltener benötigt werden, wurden Autoreifen entwickelt, die trotz eines Reifenschadens weiter gefahren werden können bis zur nächsten Werkstatt. Man bezeichnet diese Reifen mit Notlaufeigenschaften auch als Runflat-Reifen, Run-Flat-Reifen oder RunOnFlat-Reifen.
Runflat-Reifen haben verstärkte Seitenwände oder einen Stützring auf der Felge, die verhindern, dass der Reifen platt wird und die ausreichende Übertragung von Antriebs-, Brems- und Lenkkraft sichergestellt ist. Das Felgenhorn der Runflat-Reifen hat eine spezielle Form, die verhindert, dass der Reifen von der Felge springt. Die Hitzeentwicklung durch erhöhte Reibung bei einem platten Reifen wird durch eine besondere Zusammensetzung des Reifengummis verhindert.
RunOnFlat-Reifen sind auch bei hoher Fahrgeschwindigkeit und plötzlichem Luftverlust des Reifens wesentlich stabiler als normale Reifen, was die Unfallwahrscheinlichkeit bei einem Reifenschaden auch in Kurven verringert. Bei einem Schaden am Reifen zeigt ein visuelles Signal im Cockpit des Autos diesen Schaden an, da der Fahrer selbst den Unterschied zwischen einem normal befüllten und einem drucklosen Reifen in der Regel gar nicht bemerkt. Bei Fahrzeugen, die mit RunOnFlat-Reifen ausgestattet sind, ist daher ein automatisches Reifendruck-Kontrollsystem gesetzlich vorgeschrieben.
RunOnFlat-Reifen sind eine Entwicklung, die zum Komfort beim Autofahren beiträgt. Sie machen einen Reifenwechsel und ein Reserverad überflüssig. So wird Gewicht eingespart und Platz gewonnen.

