Bei einem Xenon-Scheinwerfer handelt es sich um einen speziellen Scheinwerfer, der vor allem für die Ausstattung hochwertiger Kraftfahrzeuge verwendet wird. Das Xenonlicht wird mittels einer Gasentladung erzeugt. Um das Xenon-Gas zu zünden, benötigt man einen Hochspannungsimpuls von 20.000 bis 25.000 Volt. Um diese Hochspannung zu erzeugen, wird ein elektronisches Vorschaltgerät eingebaut. In der Regel wird das Abblendlicht mit Hilfe der Gasentladungslampe erzeugt, während das Fernlicht weiterhin eine Halogenlampe als Lichtquelle nutzt. Mittlerweile gibt es Fahrzeuge, bei denen beide Systeme mit einem Xenonlicht ausgestattet werden.
Xenon-Scheinwerfer müssen über eine automatische Leuchtweitenregelung (ALWR) oder eine dynamische Leuchtweitenregelung (DLWR) verfügen. Damit die Scheinwerfereinstellung auch bei Beladung, beim Brems- oder Beschleunigungsvorgang stets korrekt ist, kommen hier speziell eingestellte Achssensoren zum Einsatz. Um eventuelle Fehleinstellungen zu korrigieren, werden Stellmotoren eingebaut, die das Xenonlicht bei Bedarf in die richtige Position bringen können. Bei der dynamischen Leuchtweiteregulierung werden zusätzlich die Signale vom Tacho verarbeitet, um auf das Bremsen oder Beschleunigen reagieren zu können.
Xenon-Scheinwerfer verfügen über eine längere Haltbarkeit als herkömmliche Glühlampen, verbrauchen weniger Energie und bieten eine größere Lichtausbeute. Das bedeutet auch, dass die Straße besser ausgeleuchtet wird und Fahrer das Xenonlicht als besonders angenehm empfinden.

