Zylinderkopfdichtung

In fast jedem Verbrennungsmotor ist die Zylinderkopfdichtung als ein wichtiges Bauteil zwischen dem Kurbelgehäuse und dem Zylinderkopf eingebaut. Ihre Aufgabe ist, den Verbrennungsraum, die Motorenöl- sowie Kühlwasserkanäle abzudichten.

Die ersten Verbrennungsmotoren unserer Zeit hatten Sackzylinder und benötigten daher keine Kopfdichtung am Zylinder. Diese Sackzylinder wurden bis in die 1930er Jahre in Verbrennungsmotoren verbaut. In Großserie ging die Zylinderkopfdichtung als erstes in einem Model eines großen amerikanischen Fahrzeugherstellers. Dieses Model kam 1908 auf den Markt und verfügte über einen Motor mit abnehmbarem Zylinderkopf welches einen Einbau einer Kopfdichtung erforderlich machte.

Erste Dichtung dieser Art aus den Anfängen des Motorenbaus, bis 1960, wurden aus dünnen Korkplatten gefertigt. Auch heute noch benötigen Motoren mit Luftkühlung, diese vergleichsweise einfachen Kopfdichtungen, da ihre Aufgabe nur darin liegt gegen Verbrennungsgase und nicht noch gleichzeitig gegen Kühlwasser abzudichten.

Heutzutage muss eine Zylinderkopfdichtung eines wassergekühlten Motors weitaus beständiger sein, da sie stark mechanisch sowie thermisch beansprucht wird. Die Herstellung einer Kopfdichtung ist sehr aufwendig, denn es wird oftmals teures Werkzeug benötigt. Eine solche Dichtung besteht aus einem Metallgitter oder einem Trägerblech, welche in eine hitzebeständige Kunststoffmasse eingebettet ist. Die Oberfläche ist oftmals mit einer Anti-Haftschicht versehen. Brennraumaussparungen sowie sämtliche andere Bohrungen sind eingebördelt.