Winterreifen sind keine Luxusartikel

Der Reifen ist das Bindeglied zwischen Fahrzeug und Straße. Das Fahrverhalten des Fahrzeuges wird damit wesentlich beeinflusst. Theoretisch gibt es für jede Situation und jeden Straßenbelag einen optimalen Reifen. In der Praxis ist das nicht realisierbar, so dass eine optimale Lösung gefunden wurde. 

Praktisch haben sich drei Typen von Autoreifen durchgesetzt. Für die Witterungs- und Straßenverhältnisse im Sommer sind Sommerreifen die erste Wahl, für die Monate mit niedrigeren Temperaturen, Frost und auch Schnee sind es Winterreifen. Der dritte Typ ist der Ganzjahresreifen. Bei allen Winterreifen ist die Gummizusammensetzung so gewählt, dass der Reifen auch bei Minustemperaturen weniger verhärtet. Zusätzlich sind Winterreifen mit Lamellenprofil ausgestattet, damit besteht auf losen Untergrund (Schnee) eine bessere Haftung. Je nach Fahrweise und gefahrenen Kilometern verringern sich die Tiefe des Lamellenprofils und damit die Haftung. Bei einer Lamellentiefe unter 4 mm sollten die Reifen gewechselt werden. Der Winterreifen ist also kein Luxusartikel für das Fahrzeug, sondern er gehört zum Sicherheitspaket in den Monaten von Oktober bis April (in der Regel). Mit Winterreifen erhöhen Sie in diesem Zeitraum nicht nur Ihre Sicherheit, sondern sie sind auch gut für den Geldbeutel. Seit Mai 2006 ist das Fahren mit ungeeigneter Bereifung eine Ordnungswidrigkeit und kann mit Busgeld bestraft werden. Besonders teuer kann es beim Unfall mit ungeeigneter Bereifung werden. Die Haftpflicht zahlt die Kosten des Unfallgegners, aber die Kaskoversicherung kann die Zahlung verweigern. Wenn Sie im Winter sicher und ohne Schwierigkeiten mit Polizei und Versicherung unterwegs sein wollen, sollten Sie mit Winterreifen fahren.
Für die Sommermonate sind die Winterreifen wegen der Zusammensetzung des Materials und dem Profil nicht geeignet. Auch der Kraftstoffverbrauch ist höher als mit dem besser geeigneten Sommerreifen.

 

 

A.T.U. - Räder